In der Schweiz basiert die Immobilienfinanzierung typischerweise auf dem Drei-Säulen-Modell: Eigenkapital, 1. Hypothek und 2. Hypothek. Um eine Immobilie zu kaufen, müssen Sie mindestens 20 % Eigenkapital einbringen das ist gesetzlich vorgeschrieben. Davon müssen mindestens 10 % aus echten Eigenmitteln stammen, also nicht aus Pensionskassengeldern oder anderen Fremdmitteln.
Die 1. Hypothek deckt in der Regel 6580 % des Kaufpreises ab und wird mit langfristigen, stabilen Zinsen finanziert. Sie bleibt über die gesamte Laufzeit weitgehend konstant, was den Käufern Planungssicherheit verschafft. Die 2. Hypothek kann den Restbetrag abdecken, wobei diese oftmals zu höheren Zinsen vergeben wird.
Eine gängige Praxis in der Schweiz ist es, die 2. Hypothek so schnell wie möglich zu tilgen, um die Zinsbelastung zu reduzieren und die Eigenkapitalquote zu erhöhen. Wichtig ist, dass Sie bei der Finanzierung die Nebenkosten wie Steuern, Notar- und Grundbuchkosten sowie mögliche Renovationen einplanen.
Klären Sie frühzeitig mit Ihrer Bank, wie hoch Ihre monatlichen Belastungen sein werden, und kalkulieren Sie auch die langfristigen Kosten für Unterhalt und Instandhaltung Ihrer Immobilie.